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Divi 5 ist da – und halb Divi-Land bekommt Schnappatmung

Musst du wirklich – oder redet dir das nur wer ein?

Kennst du das Gefühl, wenn eine neue Version von irgendwas erscheint und du plötzlich das Bedürfnis hast, sofort reagieren zu müssen, weil alle darüber reden und überall steht, das Neue sei schneller, besser, moderner und überhaupt und noch viel, viel mehr? Die einen klicken dann schon begeistert auf den Update-Button, und du sitzt daneben und denkst dir ganz leise: Meine Webseite funktioniert doch. Zumindest meistens. Genau in dieser Stimmung stecken gerade ziemlich viele Divi-Nutzerinnen und Divi-Nutzer, die bei einer einzigen Frage eine leichte Schnappatmung bekommen – nämlich der, ob sie ihre Webseite jetzt schon von Divi 4 auf Divi 5 umsteigen müssen.

Die gute Nachricht vorweg: Du musst gar nichts überstürzen, nur weil es schon wieder etwas Neues gibt. Am Ende dieses Beitrags weißt du, worin sich die beiden Systeme wirklich unterscheiden, wann welches für dich Sinn ergibt und – am wichtigsten – ob deine Webseite überhaupt schon bereit für den Umzug ist.

Wer lieber liest, statt zu hören: Hier steht alles zum Nachlesen – inklusive der vier Fragen, die dir die Entscheidung am Ende ziemlich leicht machen.

Divi 5 ist nicht Divi 4 mit neuer Farbe und ein bisschen Feenstaub obendrauf

Der erste Irrtum, mit dem ich aufräumen möchte, ist die Vorstellung, Divi 5 sei einfach Divi 4 mit drei zusätzlichen Knöpfen, einem frischen Anstrich und ein bisschen Feenstaub darüber. Das ist es nicht, und zwar aus einem sehr grundsätzlichen Grund: Die technische Grundlage wurde weitgehend komplett neu aufgebaut.

Stell dir Divi 4 wie ein Haus vor, das über die Jahre immer wieder umgebaut worden ist. Zuerst war es ein kleines Einfamilienhaus, dann kam ein Wintergarten dazu, dann wurde das Dach ausgebaut, dann eine Garage angehängt, und irgendwann hat auch noch die Küche einen Anbau bekommen. Das Haus funktioniert, keine Frage. Aber irgendwann merkst du eben, dass die ursprüngliche Konstruktion für all das nie gedacht war.

Genau das ist bei Divi 4 der Fall. Im Hintergrund arbeitet das System mit sogenannten Shortcodes, also kleinen technischen Anweisungen, aus denen WordPress deine Seite zusammensetzt. Wie das genau funktioniert, musst du überhaupt nicht verstehen – wichtig ist nur, dass diese Technik Divi wirklich lange getragen hat, dem System aber auch klare Grenzen setzt. Bei Divi 5 hat man deshalb nicht bloß die Fassade neu gestrichen, sondern das ganze Fundament neu gedacht: eine neue technische Struktur, mit der der Builder schneller arbeitet, stabiler laufen soll und sich in Zukunft viel leichter weiterentwickeln lässt. Dazu kommen flexiblere Layouts und modernere Einstellungen, mit denen sich wiederkehrende Designs deutlich besser verwalten lassen. Der Kern des Ganzen: Divi 4 ist das bewährte, langjährig gewachsene System – und Divi 5 ist die neue Basis, auf der ab jetzt aufgebaut wird.

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Wann sich der Umstieg auf Divi 5 wirklich lohnt

Wenn du heute eine komplett neue Webseite baust, würde ich in fast allen Fällen direkt mit Divi 5 starten. Der Grund ist ganz einfach: Du musst nichts migrieren. Du baust von Anfang an auf der neuen Grundlage und arbeitest sofort mit den aktuellen Funktionen. Das ist vor allem dann klug, wenn du langfristig mit Divi arbeiten willst, denn die neuen Zaubertricks entstehen künftig eben bei Divi 5 und nicht mehr bei Divi 4. Divi 4 bleibt vorerst bestehen, aber die große Weiterentwicklung findet dort nicht mehr statt.

Sinnvoll ist der Umstieg außerdem dann, wenn du deine Webseite ohnehin gründlich überarbeiten willst – etwa weil du mit der Struktur nicht mehr zufrieden bist, weil die Seite noch aussieht wie vor fünf Jahren oder weil du dein Angebot neu sortieren musst. Ich spreche da aus eigener Erfahrung: Meine eigene Webseite habe ich vor sechs Jahren auf Divi 4 gebaut, und ich werde sie jetzt überarbeiten, weil sie in dieser Form schlicht nicht mehr zu mir passt. Ich verschlanke, gebe Dinge weg, füge andere hinzu – und weil da ohnehin viel zu tun ist, baue ich die Seite gleich neu auf Divi 5 auf. Das ergibt für mich rundum Sinn.

Bei einer großen, umfangreich gebauten Seite muss der Umstieg nicht sofort passieren. Bei kleineren Seiten sieht das anders aus: Einige meiner Kundinnen und Kunden haben OnePager oder Webseiten mit wenigen Unterseiten, und die migriere ich Zug um Zug auf Divi 5, ganz einfach, weil Divi 5 unfassbar schnell ist. Und auch deine bestehende Divi-4-Seite lässt sich gut umbauen, wenn du hauptsächlich normale Divi-Module nutzt und wenig Sonderlösungen eingebaut hast. Denn je einfacher deine Webseite aufgebaut ist, desto leichter lässt sich prüfen, wie sauber sie auf Divi 5 läuft.

Wann du völlig entspannt bei Divi 4 bleiben darfst

Wenn dir das alles gerade eine Spur zu kompliziert klingt, dann darf ich dich beruhigen: Du darfst selbstverständlich bei Divi 4 bleiben. Deine Divi-4-Webseite ist ja kein Joghurt, der morgen abläuft. Solange sie funktioniert, stabil läuft und dir keine Probleme macht, kannst du den Umstieg getrost vor dir herschieben, bis du sowieso einmal gründlicher an deiner Webseite arbeiten möchtest.

Ganz besonders vorsichtig solltest du sein, wenn deine Webseite technisch komplexer ist – wenn du also viele zusätzliche Divi-Module und Plugins verwendest, einen Online-Shop betreibst, einen Mitgliederbereich hast oder auf Schnittstellen und Formulare angewiesen bist, die für dein Business geschäftskritisch sind. Dann bitte nicht auf gut Glück migrieren und einfach hoffen, dass schon alles passt. Denn genau hier liegt der Haken: Nicht jede Erweiterung ist bereits vollständig für Divi 5 optimiert. Viele laufen mittlerweile problemlos, andere nur über einen Kompatibilitätsmodus – die Seite arbeitet dann zwar weiter, holt aber noch nicht alles aus der neuen Technik heraus.

Und einen Zeitpunkt gibt es, an dem ich eine Migration grundsätzlich nicht anfassen würde: mitten in einer wichtigen Verkaufsphase. Wenn du gerade eine Kampagne fährst, einen Onlinekurs verkaufst oder deine Webseite täglich Anfragen hereinholt, ist das absolut kein Moment für technische Experimente. In dem Fall gilt eine ganz einfache Regel: Stabilität vor Neugier. Du musst nicht die Erste sein, die auf Divi 5 umsteigt – du solltest die sein, die zum richtigen Zeitpunkt umsteigt.

Die vier Fragen, die dir die Entscheidung abnehmen

Ob du migrieren solltest oder nicht, ist eine dieser typischen „Das hängt davon ab“-Antworten. Und dieses „davon“ hängt eben nicht daran, wie großartig Divi 5 beworben wird, ob Webexpertinnen wie ich davon schwärmen oder was irgendwer in irgendeiner Facebook-Gruppe schreibt. Es hängt schon gar nicht daran, dass dir jemand einreden will, du seist technisch von gestern, nur weil du noch Divi 4 nutzt. Bevor du dich entscheidest, stell dir stattdessen diese vier Fragen.

1. Welche Erweiterungen verwendest du?

Nutzt du zusätzliche Module, besondere Formulare, Shop-Funktionen, Schnittstellen oder sogar individuell programmierte Elemente, dann prüf zuerst, ob die ausdrücklich mit Divi 5 kompatibel sind. Verlass dich dabei nicht auf ein „wird schon irgendwie gehen“ – das ist bei Technik nämlich genau der Satz, den man sagt, kurz bevor die Kopfschmerzen so richtig anfangen.

2. Wie wichtig ist deine Webseite gerade fürs Business?

Kommen darüber regelmäßig Anfragen herein, werden Termine gebucht, verkaufst du Produkte oder Kurse? Je mehr Umsatz an deiner Webseite hängt, desto sorgfältiger solltest du die Migration vorbereiten.

3. Hast du überhaupt einen konkreten Grund?

Willst du eine bestimmte neue Funktion nutzen, ist deine Seite ohnehin noch jung, planst du sowieso einen Relaunch? Das sind gute Gründe. „Es gibt was Neues“ ist dagegen überhaupt kein Grund, irgendetwas zu tun.

4. Kannst du die Migration sicher testen

Diese Frage ist mindestens so wichtig wie die drei davor – und ihr widme ich gleich einen eigenen Abschnitt, weil hier die meisten Fehler passieren.

Deine Live-Webseite ist kein Versuchslabor

Eine bestehende Webseite migrierst du niemals live. Nie. Mach zuerst ein Backup und arbeite danach auf einer Staging-Seite, also auf einer geschützten Kopie, auf der du in Ruhe ausprobieren und testen kannst, ohne dass deine Besucherinnen und Besucher irgendetwas davon mitbekommen. Deine eigentliche Webseite läuft in der Zwischenzeit ganz normal und rund weiter.

Und wenn du dann testest, dann schau dir bitte nicht nur die Startseite an. Prüf die Angebotsseiten, die Kontaktformulare, die Menüs, deine Vorlagen und unbedingt auch die mobile Ansicht – deine Seite gehört genauso am Handy angeschaut wie am großen Bildschirm. Denn selbst wenn Divi dir meldet, die Migration habe gut geklappt, kann in der Praxis noch einiges anders sein. Mir ist genau das passiert: Ich habe eine Seite migriert, die im ersten Moment tadellos ausgesehen hat – und dann, mitten in der Bearbeitung, haben die Wehwehchen angefangen. Da hat die Ansicht plötzlich nicht mehr gepasst, dort ist eine Kleinigkeit verrutscht. So ist das eben, weil leider nicht immer alles reibungslos läuft.

🪄 Der magische Feen-Tipp: Die Webseiten-Inventur

Bevor du überhaupt an eine Migration denkst, mach eine kleine Webseiten-Inventur. Nimm dir ein Blatt Papier – oder, wenn du so ein Mensch bist, gleich eine Excel-Tabelle – und schreib drei Bereiche auf.

In den ersten Bereich kommen alle Funktionen, die deine Webseite unbedingt braucht: Kontaktformular, Terminbuchung, Shop, Mitgliederbereich und so weiter. In den zweiten Bereich kommen alle zusätzlichen Plugins und Divi-Erweiterungen, die du aktuell nutzt. Und in den dritten Bereich schreibst du alles, was du an deiner Webseite ohnehin ändern möchtest – eine neue Startseite vielleicht, eine klarere Struktur, andere Texte, womöglich eine Designauffrischung.

Warum diese Inventur so wertvoll ist? Weil du danach viel klarer siehst, ob du eigentlich nur eine technische Migration brauchst – und ich setze das bewusst in Anführungszeichen – oder ob deine Webseite ohnehin einen größeren Umbau verdient hätte. Denn manchmal ist die beste Lösung eben nicht, die alte Seite eins zu eins hinüberzuschieben, sondern Divi 5 gleich als Anlass zu nehmen, das digitale Fundament neu und mit Verstand aufzubauen. Aus einer technischen Pflichtübung wird so eine echte Webseiten-Magie mit Sinn dahinter.

Also: umsteigen oder nicht?

Fassen wir zusammen. Divi 4 ist weiterhin ein bewährtes, funktionierendes System. Divi 5 ist die neue Grundlage und bei neuen Webseiten fast immer die klügere Wahl. Eine bestehende Seite migrierst du dagegen nicht aus Nervosität oder Gruppendruck, sondern dann, wenn deine Erweiterungen kompatibel sind, du einen guten Grund hast und du den Umzug vorher sicher testen kannst. Je einfacher deine Webseite aufgebaut ist, desto leichter fällt der Wechsel – und je mehr Plugins, Module und Sonderlösungen im Spiel sind, desto wichtiger werden Backup, Testumgebung und eine sorgfältige Prüfung.

Eines ist trotzdem klar: Dauerhaft bei Divi 4 zu bleiben, ist auf lange Sicht keine Zukunftsstrategie. Die richtige Frage lautet also nicht, ob du irgendwann wechselst, sondern wann deine Webseite und dein Business bereit dafür sind.

Wenn du gerade unsicher bist, ob deine Divi-Webseite schon reif für Divi 5 ist oder ob du besser noch bei Divi 4 bleibst, dann lass uns gemeinsam draufschauen. In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir, welcher Weg für deine Seite sinnvoll ist und wann du damit starten solltest – den Link zur Terminbuchung findest du in den Shownotes.

Und jetzt bin ich neugierig: Bist du selbst schon auf Divi 5 umgestiegen, oder hast du dich ganz bewusst entschieden, vorerst bei Divi 4 zu bleiben? Ich freue mich auf deinen Input, denn ich möchte wirklich wissen, wie du das siehst.

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