Warum sich dein Marketing nie fertig anfühlt –
und was wirklich fehltEs ist Sonntagabend, du wolltest eigentlich längst am Sofa liegen, und stattdessen sitzt du wieder einmal vor dem Laptop mit gefühlt siebzehn offenen Tabs. Auf Instagram müsstest du dringend wieder etwas posten, der Newsletter ist auch schon wieder fällig, bei Google willst du natürlich ebenfalls gefunden werden – und ganz hinten im Kopf meldet sich noch deine Website, bei der du seit Monaten „nur ein paar Kleinigkeiten“ überarbeiten wolltest. Kommt dir das bekannt vor? Dann liegt das ganz selten daran, dass du zu wenig Marketing machst. Es liegt daran, dass deinem Marketing der Mittelpunkt fehlt – und die Website als Mittelpunkt im Marketing ist genau der Dreh- und Angelpunkt, um den sich hier alles bewegt.
Wer lieber liest, statt zuzuhören, findet hier alles in Ruhe zum Nachlesen.
Ich hab in meinem eigenen Content-Ordner nachgeschaut – und drei Baustellen gefunden
Ich sage das ganz offen, weil ich es selbst kenne: Neulich wollte ich meinen Content-Ordner aufräumen und bin dabei doch tatsächlich über drei angefangene Blogbeiträge gestolpert, die alle nach zwei, drei Sätzen aufhören. Der letzte war aus dem Jänner. Was ich damit sagen wollte? Keine Ahnung mehr. Und genau da liegt der Punkt: Jede einzelne dieser Aufgaben ist für sich sinnvoll, zusammen ergeben sie aber eine ziemlich unübersichtliche Baustelle. Du bist auf fünf Kanälen aktiv, steckst überall Zeit hinein – und hast trotzdem das Gefühl, mit jedem neuen Inhalt wieder bei null anzufangen.
Deine Webseiten-Expertin
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Mein Name ist Angelika Stempfle und als Unternehmensberaterin für Marketing und Vertrieb sowie Webseiten-Expertin mach ich deine Unternehmens-Website zur besten Mitarbeiterin.
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Warum sich Marketing so oft wie eine Dauerbaustelle anfühlt
Die meisten Solo-Selbstständigen fangen mit einzelnen Maßnahmen an, weil sie irgendwo gehört haben, genau dieser eine Kanal sei jetzt total wichtig. Zuerst heißt es, du musst unbedingt auf Instagram sein, also machst du einen Account auf und fängst an zu posten. Kurz darauf kommt der Hinweis, dass du dringend eine E-Mail-Liste brauchst, weil du dich sonst von den Plattformen abhängig machst – also kommt der Newsletter dazu. Und dann sagt dir noch jemand, dass ohne Suchmaschinenoptimierung sowieso gar nichts geht, also beschäftigst du dich obendrein mit Google.
Jede dieser Überlegungen ist für sich völlig richtig. Schwierig wird es erst dann, wenn die Kanäle nebeneinanderher laufen, aber keiner davon dieselbe Strategie verfolgt. Für Social Media bereitest du ein Thema auf, für den Newsletter suchst du krampfhaft ein anderes, und auf der Website stehen Texte, die du vor drei Jahren einmal geschrieben hast und die mit dem, was du heute machst, nur noch so halb zu tun haben.
Das kostet nicht nur wahnsinnig viel Zeit, es entsteht auch ein völlig uneinheitliches Bild. Auf Social Media redest du über das eine, auf der Website über das andere, im Newsletter klingst du sowieso wieder ganz anders. Für deine potenzielle Kundin fühlt sich das schlicht verwirrend an. Sie sieht zwar, dass du fleißig bist. Aber sie versteht nicht, wofür du eigentlich stehst und warum sie ausgerechnet zu dir kommen soll.
Das ist ungefähr so wie ein Haus, an dem in fünf Räumen gleichzeitig gearbeitet wird, aber niemand hat den Bauplan. Im Wohnzimmer wird gestrichen, in der Küche werden gerade die Leitungen verlegt, im Bad fehlen noch die Fliesen. Alle sind schwer beschäftigt. Ob am Ende ein Zuhause daraus wird, in dem man wirklich wohnen möchte, bleibt aber dem Zufall überlassen. Und Zufall ist beim Marketing genau das, was wir nicht wollen. Wir wollen planbar statt Zufall.
Deine Website ist keine digitale Visitenkart
Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich Strategien liebe, und deshalb steht dieser Check ganz bewusst an erster Stelle. Die wichtigste Frage bei einer Website ist nämlich nicht, welche Farbe der Button hat, sondern: Was soll ein Besucher hier verstehen – und was soll er danach tun? Das klingt für dich vermutlich selbstverständlich, aber in der Praxis können erstaunlich viele diese eine Frage nicht einmal für die eigene Seite beantworten.
Stell dir vor, du gehst in ein Geschäft, und schon an der Tür ruft dir jemand entgegen, du sollst dir die neuen Produkte anschauen, dich für den Newsletter anmelden, zuerst die Firmengeschichte lesen, ihnen auf Social Media folgen und die Checkliste bloß nicht vergessen. Du würdest nichts davon tun, sondern dich umdrehen und flüchten – und zwar nicht, weil die Angebote schlecht wären, sondern weil dir schlichtweg niemand Orientierung gegeben hat. Genau das passiert auf unzähligen Websites: überall Buttons und Hinweise, aber nirgends ein klarer Weg.
Dazu kommt etwas, das man leicht vergisst: Deine Besucher beschäftigen sich niemals so intensiv mit deiner Seite wie du selbst. Ein neuer Besucher will in wenigen Sekunden wissen, ob er hier richtig ist, ob du sein Problem lösen kannst und was er als Nächstes tun soll. Beantwortet deine Startseite das, dann steht die strategische Basis; muss er sich die Antwort dagegen erst mühsam über drei Unterseiten zusammensuchen, dann fehlt eben nicht die neue Farbe, sondern schlicht die Klarheit. Und eine unklare Website wird kein bisschen klarer, nur weil sie ein neues Theme übergestülpt bekommt.
Welche Aufgabe jeder Kanal wirklich hat
Damit Website, Social Media, Newsletter und Google sinnvoll zusammenspielen, musst du eines verstehen: Diese Kanäle haben nicht dieselbe Aufgabe.
Social Media ist der Ort für Begegnung und Aufmerksamkeit – dort kommen Menschen oft zum ersten Mal mit dir in Kontakt und bekommen ein Gefühl dafür, ob deine Art überhaupt zu ihnen passt. Deine Website sorgt dann für Orientierung. Wer von einem Beitrag auf deine Seite kommt, soll dort keine weiteren Gedankenschnipsel finden, sondern einen klaren Überblick: Was bietest du an? Für wen ist das gedacht? Welches Problem löst du? Und was ist der nächste sinnvolle Schritt?
Der Newsletter hält den Kontakt zu Menschen, die sich bewusst eingetragen haben – die scrollen nicht zufällig vorbei, sondern lassen sich von dir vertiefen, ganz ohne Hoffen auf einen gnädigen Algorithmus. Und Google bringt dir Menschen genau in dem Moment, in dem sie schon nach einer Lösung suchen. Ein Kollege von mir sagt immer: Wenn die Leute googeln, ist die Kaufentscheidung im Grunde schon gefallen. Damit Google dich zeigen kann, brauchst du aber Inhalte auf deiner Seite, die genau diese Fragen beantworten – wie das geht, habe ich in der Folge über SEO für Blogbeiträge erklärt.
Google, Social Media und Newsletter sind also keine Konkurrenten. Social Media schafft den ersten Kontakt, Google bringt die mit dem konkreten Bedarf, der Newsletter vertieft die Beziehung. Und deine Website ist das Fundament, auf dem alles zusammenkommt. Wie du Social Media gezielt darauf aufbaust, statt es nebenherlaufen zu lassen, ist ein eigenes Thema – dazu passt die Folge zum Traffic-Zauber.
Ein Kerninhalt statt ständig neuer Zaubertricks
Und jetzt kommt der Punkt, der dir richtig viel Zeit spart. Du musst nicht für jeden Kanal ein komplett neues Thema aus dem Hut zaubern. Du arbeitest stattdessen mit einem zentralen Kerninhalt, aus dem viele kleine Inhalte entstehen.
Nimm einfach diese Podcastfolge. Das große Thema ist: Die Website ist der Mittelpunkt, die anderen Kanäle haben unterschiedliche Aufgaben. Aus diesem einen Thema lassen sich locker mehrere Häppchen herauslösen. Ein Social-Media-Beitrag nur zu der Frage, warum eine Website eben keine digitale Visitenkarte ist. Im Newsletter erzählst du persönlicher, warum so viele Selbstständige ihre Kanäle wie einzelne Inseln behandeln. Und auf der Website steht der ausführliche Artikel, der alles miteinander verbindet.
Du produzierst damit nicht vier völlig verschiedene Inhalte. Du bereitest ein Thema für vier Situationen auf. Das ist ein Riesenunterschied. Und diese Wiederholung ist wichtig, auch wenn sie sich für dich manchmal langweilig anfühlt: Du kennst dein Angebot in- und auswendig, deine Kundin aber sieht heute einen Beitrag, liest drei Wochen später einen Newsletter und landet erst irgendwann danach auf deiner Website. Wenn deine Inhalte einen gemeinsamen roten Faden haben, entsteht mit jeder Begegnung ein vollständigeres Bild.
🪄 Der magische Feen-Tipp: Die Ein-Satz-Probe
Und damit kommen wir zum magischen Feen-Tipp dieser Folge. Der ist heute herrlich unspektakulär und trotzdem erstaunlich entlarvend. Nimm dir ein Blatt Papier und schreib in einem einzigen Satz auf: Wofür stehe ich, und wo lebt dieser Satz auf meiner Website? Nicht drei Sätze. Nicht ein ganzer Absatz voller „ganzheitlich“ und „individuell“. Ein Satz.
Und jetzt der ehrliche Teil: Öffne deine Startseite, dein letztes Instagram-Posting und deinen letzten Newsletter nebeneinander. Findest du diesen einen Satz überall wieder? Oder klingst du an drei Stellen wie drei verschiedene Menschen? Wenn du diesen Satz nicht sofort hinschreiben kannst, ist das kein Grund zur Panik – aber es ist der wahre Grund, warum sich dein Marketing wie eine Baustelle anfühlt. Nicht die fehlenden Postings. Der fehlende gemeinsame Satz. Und den kannst du heute noch festlegen. Danach hat dein Feenstaub endlich eine Struktur, auf der er landen kann.
Weniger Chaos, mehr System
Es geht am Ende nicht darum, überall präsent zu sein. Es geht darum, an den richtigen Stellen sichtbar zu sein und dafür zu sorgen, dass diese Stellen miteinander verbunden sind. Ein fundierter Kerninhalt auf deiner Website ist die Grundlage für jede Menge Beiträge und Newsletter, spart dir Zeit und macht deine Kommunikation gleichzeitig klarer und konsistenter. Deine Website ist dann keine digitale Baustelle mehr, die im Hintergrund auf Aufmerksamkeit wartet, sondern das Fundament, auf dem dein ganzes Marketing steht. Und genau darin liegt für mich die eigentliche Webseiten-Magie. Dass Sichtbarkeit dabei kein Sprint ist, sondern Ausdauer braucht, habe ich in der Folge darüber, warum Sichtbarkeit ein Marathon ist, aufgegriffen.
Lass uns gemeinsam draufschauen
Du bist dir unsicher, ob deine Website diese Rolle überhaupt übernehmen kann – ob sie klar genug ist, um wirklich der Mittelpunkt zu sein? Dann lass uns gemeinsam draufschauen. In einem kostenlosen Erstgespräch sortieren wir deine digitale Baustelle, und du bekommst einen klaren Fahrplan, welche Schritte für dein Business wirklich sinnvoll sind. Das wird kein Verkaufsgespräch, sondern einfach Klartext.
Und jetzt du: Welcher Kanal frisst bei dir gerade die meiste Zeit, ohne dass du das Gefühl hast, dass er dir wirklich etwas zurückbringt? Schreib mir gern, ich bin ehrlich neugierig – vielleicht ist es genau der Kanal, den du besser mit deiner Website verbinden solltest.
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