warum Warten der langsamste Weg zu mehr Anfragen ist
Der richtige Moment für die Frage: So kommst du zu echten Google Bewertungen
Stell dir vor, jemand sucht in deiner Nähe genau das, was du anbietest, tippt es bei Google ein und bekommt drei Betriebe angezeigt – deinen und zwei andere. Alle drei sehen auf den ersten Blick völlig in Ordnung aus, und trotzdem entscheidet dieser Mensch in ungefähr fünf Sekunden, bei wem er anruft. Und weißt du, worauf er dabei schaut? Nicht auf deine schön gebaute Website, denn die hat er ja noch gar nicht gesehen, sondern auf die Sterne und auf die kleine Zahl daneben. Genau darum geht es hier: wie du Google Bewertungen aktiv sammelst, statt geduldig darauf zu warten, dass sie von allein hereinschneien.
Wer lieber liest als hört, ist hier trotzdem richtig: Der ganze Ablauf steht auch zum Nachlesen, in Ruhe und ganz ohne Kopfhörer.
Warum ein paar Sterne mehr wert sind als jede Selbstbeschreibung
Eine Bewertung ist im Grunde ein Vertrauensvorschuss, der schon da ist, bevor dich jemand überhaupt kennengelernt hat – also bevor er auf deine Website klickt und lange bevor er zum ersten Mal mit dir telefoniert. Andere Menschen haben mit dir gearbeitet und halten öffentlich fest, dass alles gepasst hat, und das wirkt um ein Vielfaches stärker als alles, was du selbst über dich schreibst. Wir können nämlich alle behaupten, dass wir großartig sind, dass wir zuverlässig arbeiten und dass die Zusammenarbeit ein Fest ist – nur bestätigt uns das eben niemand. Sobald aber deine Kundinnen und Geschäftspartner sagen, dass es wirklich so war, bekommt genau dieselbe Aussage plötzlich Gewicht, weil dahinter jemand steht, der nichts davon hat, dich schönzureden.
Dazu kommt ein zweiter, oft unterschätzter Effekt: Bewertungen zahlen direkt auf deine Sichtbarkeit bei Google ein. Wer regelmäßig gute Bewertungen bekommt, wird in den lokalen Suchergebnissen tendenziell weiter oben angezeigt, und damit sind wir mitten im lokalen SEO, wo Rezensionen ein ganz eigenes Zahnrad im Getriebe sind. Sie machen dich also nicht nur vertrauenswürdiger, sondern auch auffindbarer – und beides zusammen ist genau die Mischung, die aus einer Suche eine Anfrage macht.
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Die Zahl neben den Sternen entscheidet heimlich mit
Nehmen wir meinen fiktiven Thomas, Handwerksmeister, der sich umhört und drei Betriebe miteinander vergleicht. Der eine hat glatte fünf Sterne, allerdings nur drei Bewertungen. Der andere steht bei 4,7 Sternen, dafür aber mit sechzig Bewertungen im Rücken. Bei wem ruft Thomas an? Fast immer beim Zweiten – und zwar nicht, weil der rechnerisch der Bessere wäre, sondern weil bereits sechzig Menschen bestätigt haben, dass die Arbeit in Ordnung war, und sechzig Leute irren sich gefühlt nicht alle gemeinsam. Diese Zahl neben den Sternen ist also genauso Gold wert wie die Sterne selbst, und sie kommt ganz sicher nicht von allein zusammen.
Der teure Denkfehler: „Die machen das schon von selbst“
Der häufigste Irrtum bei diesem Thema ist die stille Hoffnung, dass zufriedene Kundinnen schon irgendwann eine Bewertung schreiben werden, wenn sie nur zufrieden genug sind. Die Realität sieht leider anders aus, denn Menschen reden im Netz deutlich lieber über ihren Ärger als über ihre Zufriedenheit. Wer sich geärgert hat, setzt sich abends hin und tippt den Frust in die Tastatur, während die Zufriedenen sich kurz freuen, ihre Rechnung bezahlen und danach nie wieder daran denken. Das ist keine Undankbarkeit, sondern schlicht menschlich: Der Auftrag ist erledigt, das Ergebnis steht, und das Leben geht weiter.
Wenn du also nur wartest, bekommst du über kurz oder lang ein schiefes Bild, in dem sich ein paar kritische Stimmen sammeln und kaum etwas Positives dagegenhält. Bewertungen einzusammeln ist deshalb keine Glückssache, sondern eine echte Aufgabe, die du selbst in die Hand nehmen musst. Und das ist eigentlich die gute Nachricht in dem Ganzen, denn es bedeutet: Du hast es tatsächlich in der Hand.
Wann du fragst – der Moment macht den ganzen Unterschied
Der wichtigste Hebel ist meiner Meinung nach der Zeitpunkt, und der ist ziemlich eindeutig: Du fragst dann, wenn die Zufriedenheit am größten ist, und das ist direkt nach dem Abschluss, in dem Moment, in dem deine Kundin ihr Erfolgserlebnis hat. Bei meinem fiktiven Thomas ist das die Übergabe, wenn er vor dem fertigen Ergebnis steht, alles sauber und termingerecht geliefert wurde und die Freude noch frisch ist. Bei einem Physiotherapeuten wäre es der letzte Behandlungstermin, wenn die Beschwerden endlich weg sind und sich der Patient wieder richtig bewegen kann – auch das ist so ein Moment, in dem ein „Ja, gerne“ fast von selbst kommt.
Was du dagegen vermeiden solltest, ist die große Massen-Mail Wochen später an alle alten Kontakte, denn die fühlt sich unpersönlich an und landet meistens ungelesen im Papierkorb. Fragst du erst drei Wochen nach der Übergabe, hat sich die Kundin längst daran gewöhnt, dass die neue Küche jetzt eben in ihrem Haus steht, und die Begeisterung ist zur Normalität geworden. Frisch fragen, und zwar im richtigen Moment, macht hier den großen Unterschied.
Wie du fragst, ohne dabei zu betteln
Viele trauen sich schlicht nicht zu fragen, weil sie fürchten, aufdringlich zu wirken oder sich klein zu machen – dabei liegt fast alles an der Formulierung. Ein blankes „Bewerten Sie uns bitte“ klingt tatsächlich nach ein bisschen bitte, bitte, mach das für mich, und genau dieses Gefühl willst du vermeiden. Viel besser funktioniert es, wenn du konkret, persönlich und mit einer kleinen Begründung fragst, zum Beispiel so: „Wenn Sie zufrieden waren, würden Sie sich vielleicht zwei Minuten Zeit nehmen und uns bei Google bewerten? Das hilft anderen, uns zu finden.“ Der entscheidende Teil ist die Begründung, denn wir alle brauchen einen Grund, um etwas zu tun, und sobald der Grund mitgeliefert wird, fällt das Ja spürbar leichter.
Für den Weg selbst hast du mehrere Möglichkeiten, und du darfst ruhig die nehmen, die zu dir passt. Du kannst persönlich und direkt im Gespräch fragen, was natürlich am stärksten wirkt, du kannst ein kurzes, freundliches Mail schicken, und wenn du ein lokales Geschäft mit Laufkundschaft hast, funktioniert auch ein Aushang oder ein kleines Kärtchen mit QR-Code, das man einfach mitnimmt. Welcher Kanal der richtige ist, hängt davon ab, wie online-affin deine Kundschaft ist – manche scannen den QR-Code sofort, andere freuen sich über eine kurze persönliche Nachricht.
Bleib ehrlich – gekaufte Sterne riechen aus der Ferne nach Fälschung
So verlockend es sein mag, an dieser Stelle nachzuhelfen: Kauf keine Bewertungen und schummel dir auch keine zusammen. Dazu gehört ausdrücklich auch, nicht nur jene Kundinnen zu fragen, von denen du ganz sicher weißt, dass eine begeisterte Rezension kommt, denn ein Profil, das verdächtig makellos aussieht, verliert seine Glaubwürdigkeit schneller, als dir lieb ist. Gekaufte Bewertungen schädigen das Vertrauen ohnehin, und Google ist bei diesem Thema alles andere als blöd. Dass zwischendurch einmal etwas Negatives kommt, ist übrigens völlig normal und sogar gesund – alles ist menschlich, und ein Profil ganz ohne Ecken wirkt am Ende weniger echt als eines mit der einen oder anderen kritischen Stimme.
Was du mit negativen Bewertungen machst (und warum sie manchmal Gold sind)
Negative Bewertungen lassen sich nicht komplett verhindern, weil es immer wieder einen Grund geben kann, warum jemand unzufrieden ist – und dann gibt es noch die Trolle, die nie Kundin bei dir waren und trotzdem ihren Senf dazugeben. Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht, Kritik zu vermeiden, sondern souverän damit umzugehen: Antworte auf jede Bewertung, die du bekommst, egal ob positiv oder negativ. Bei einer kritischen Stimme gehst du sachlich, ruhig und freundlich darauf ein, und zwar nicht in erster Linie, um die verärgerte Person zu beschwichtigen, sondern weil alle anderen mitlesen und sehen, wie du mit so einer Situation umgehst. Eine gelassene, erwachsene Antwort auf eine Kritik überzeugt oft mehr als zehn Lobeshymnen, weil sie zeigt, dass hinter dem Profil ein Mensch steht, der auch mit Gegenwind klarkommt.
Und ja, es gibt Profile mit lauter Sterne-Bewertungen und keinem einzigen kritischen Wort – mein eigenes sieht aktuell genau so aus. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass es bei mir keine kritischen Stimmen gäbe, denn natürlich äußern sich auch meine Kundinnen manchmal kritisch. Sie haben es bisher nur nicht schriftlich getan, und dieser ehrliche Blick auf die eigenen Sterne gehört für mich einfach dazu.
🪄 Der magische Feen-Tipp
Ich gebe ehrlich zu, dass ich in diesem Punkt lange ziemlich schleißig (dt. schlampig) war und mich kaum darum gekümmert habe, ob ich überhaupt positive Bewertungen bekomme. Ich habe mir eingeredet, dass ein Großteil meiner Kundinnen ja selbst Unternehmerinnen sind und deshalb wissen müssten, wie wichtig Google Bewertungen sind – und dass sie das dann schon von selbst machen würden. Machen sie natürlich nicht, und zwar nicht aus böser Absicht, sondern einfach, weil sie im Alltag gar nicht daran denken.
Heute mache ich es anders und deutlich bewusster: Nach jedem Projektabschluss bekommen meine Kundinnen von mir ein kleines Dankeschön zugeschickt, und genau darin bitte ich sie über einen QR-Code um eine Bewertung. Ich finde diesen Weg viel schöner als die Variante, die ich bei einigen sehe, nämlich die Bitte um eine Rezension direkt in der Rechnungs-Mail. Das ist psychologisch nämlich alles andere als ideal, denn wenn jemand gerade eine Rechnung über etliche tausend Euro vor sich hat, ist das vielleicht nicht der allerbeste Moment, um ihn um eine positive Bewertung zu bitten. Ein ehrliches Dankeschön hingegen kommt genau dann an, wenn die gute Stimmung noch da ist.
Fang einfach an – der erste Bewertungslink ist schneller gemacht als gedacht
Wenn du bisher zu denen gehört hast, die geduldig darauf gewartet haben, positiv bewertet zu werden, statt aktiv zu fragen, dann ist der beste Zeitpunkt zum Umdenken genau jetzt. Du musst dafür kein System aus dem Boden stampfen, sondern nur einmal anfangen: Erstell dir einen Bewertungslink und häng ihn an die nächste Mail an eine Kundin, egal aus welchem Anlass du gerade ohnehin mit ihr in Kontakt bist – das darf ruhig auch ein Dankeschön dafür sein, dass eine Rechnung bezahlt wurde. Wenn du das regelmäßig machst, wird sich das mit der Zeit ganz von selbst einschleifen, bis du bei jedem positiven Abschluss automatisch daran denkst.
Und jetzt die ehrliche Frage an dich: Wartest du gerade noch auf Sterne, die vielleicht nie kommen, oder fängst du diese Woche an, aktiv danach zu fragen? Wenn du bei deiner Website ohnehin das Gefühl hast, dass sie mehr für dich arbeiten könnte – bei den Anfragen, bei der Sichtbarkeit, beim ersten Eindruck – dann sichere dir gern ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir uns deine Situation gemeinsam ansehen und die nächsten Schritte klären.
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