+43 677 61825354 angelika@diemarketingfee.at

Welche Kontaktmöglichkeit passt

Warum die Kontaktaufnahme über Erfolg oder Misserfolg deiner Website entscheidet

Folge 10117 Minuten16. Juli 2026

WEBSEITEN Magie Folge 101 – Texte und KI
Hören oder anschauen

Wie es dir lieber ist.

Auch zu hören beiApple PodcastsSpotifyAmazon MusicYouTube (Video)

Hand aufs Herz: Wie leicht ist es auf deiner Website eigentlich, mit dir Kontakt aufzunehmen?

Viele Solo-Selbstständige investieren viel Zeit, Energie und oft auch Geld in ihre Website. Sie feilen an Texten, suchen passende Bilder aus und überlegen sich, wie sie ihr Angebot möglichst attraktiv präsentieren können. Trotzdem bleibt der gewünschte Erfolg häufig aus. Die Besucherzahlen sind vielleicht gar nicht so schlecht, doch Anfragen kommen kaum oder gar keine.

In vielen Fällen liegt das Problem nicht am Angebot und auch nicht an der Gestaltung der Website. Viel häufiger scheitert es an etwas, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt: der Kontaktaufnahme.

Wer heute eine Website besucht, erwartet einfache und unkomplizierte Wege. Wir bestellen Produkte mit wenigen Klicks, buchen Reisen online und verschicken Nachrichten innerhalb von Sekunden. Genau diese Erwartungshaltung bringen potenzielle Kundinnen und Kunden auch mit, wenn sie auf deiner Website landen.

Müssen sie lange suchen oder fühlen sich von komplizierten Formularen abgeschreckt, verlassen sie die Seite oft schneller, als dir lieb ist.

Die wichtigste Regel: Kontakt muss leicht sein

Ganz egal, welche Kontaktmöglichkeiten du anbietest: Der Weg zu dir muss sich einfach anfühlen.

Menschen kontaktieren dich nicht, weil sie Formulare lieben oder weil sie unbedingt einen Termin buchen möchten. Sie kontaktieren dich, weil sie ein Problem lösen möchten. Je einfacher der Weg dorthin ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den ersten Schritt tatsächlich machen.

Man kann das mit einem Geschäft in einer Einkaufsstraße vergleichen. Wenn die Eingangstür offen steht, alles freundlich wirkt und klar erkennbar ist, wohin man gehen muss, tritt man gerne ein. Muss man dagegen erst suchen, klingeln oder rätseln, wie man überhaupt hineinkommt, drehen viele wieder um.

Genau das passiert auch auf Websites.

Warum zu viele Pflichtfelder oft das Gegenteil bewirken

Ein Kontaktformular gehört auf vielen Websites zur Grundausstattung. Das ist grundsätzlich auch sinnvoll, denn es schafft Struktur und ermöglicht es, wichtige Informationen zu sammeln.

Problematisch wird es allerdings dann, wenn aus einem einfachen Kontaktformular ein umfangreicher Fragebogen wird.

Immer wieder begegnen mir Formulare, die bereits beim ersten Kontakt nach Budget, Unternehmensgröße, Branche, Wunschtermin und zahlreichen weiteren Informationen fragen. Für viele Besucher fühlt sich das an, als müssten sie sich zunächst qualifizieren, bevor sie überhaupt eine Frage stellen dürfen.

Dabei möchten die meisten Menschen zunächst nur eines wissen: Kann mir diese Person helfen?

Je mehr Informationen du verlangst, desto größer wird die Hemmschwelle. Deshalb lohnt es sich, nur jene Angaben abzufragen, die du für den ersten Kontakt tatsächlich benötigst.

Name, Kontaktmöglichkeit und eine kurze Nachricht reichen in vielen Fällen vollkommen aus.

Kontaktformular: Der bewährte Klassiker

Das klassische Kontaktformular hat nach wie vor seine Berechtigung.

Es bietet Struktur, wirkt professionell und ermöglicht eine geordnete Bearbeitung von Anfragen. Vor allem dann, wenn bestimmte Informationen für die Vorbereitung eines Erstgesprächs notwendig sind, kann ein Formular sehr hilfreich sein.

Wichtig ist allerdings, dass es übersichtlich bleibt und nicht unnötig kompliziert wird.

Ein gutes Kontaktformular fühlt sich für den Besucher nicht wie ein Antrag an, sondern wie eine Einladung zum Gespräch.

Die unterschätzte Kraft einer sichtbaren E-Mail-Adresse

Viele Websites verzichten mittlerweile auf die Anzeige einer E-Mail-Adresse und setzen ausschließlich auf Kontaktformulare.

Aus Sicht vieler Besucher ist das jedoch nicht immer ideal.

Es gibt Menschen, die lieber direkt eine E-Mail schreiben möchten. Sie wollen ihre Gedanken frei formulieren, ohne vorgegebene Felder ausfüllen zu müssen. Gerade bei persönlichen Dienstleistungen kann eine sichtbare E-Mail-Adresse Vertrauen schaffen und die Hemmschwelle senken.

Eine E-Mail-Adresse signalisiert Offenheit und Erreichbarkeit. Sie wirkt wie eine offene Tür, durch die man unkompliziert eintreten kann.

Besonders bei höherpreisigen Dienstleistungen möchten potenzielle Kundinnen und Kunden häufig zunächst vorsichtig anklopfen, bevor sie einen Termin vereinbaren. Für diesen ersten Schritt eignet sich die klassische E-Mail oft hervorragend.

WhatsApp: Praktisch, aber nicht grenzenlos

Kaum ein Kommunikationskanal hat unseren Alltag so verändert wie WhatsApp.

Für viele Menschen gehört das Schreiben einer WhatsApp mittlerweile zur selbstverständlichsten Form der Kommunikation. Entsprechend attraktiv kann es sein, diesen Kanal auch auf der eigenen Website anzubieten.

Vor allem mobil bietet WhatsApp große Vorteile. Wer eine Website auf dem Smartphone besucht, kann mit wenigen Klicks eine Nachricht versenden, ohne lange Texte in Formularfelder tippen zu müssen.

Gerade deshalb kann WhatsApp die Kontaktaufnahme deutlich erleichtern.

Gleichzeitig bringt dieser Kanal auch Herausforderungen mit sich. Wer WhatsApp anbietet, sollte klare Grenzen setzen und definieren, wann und wie Anfragen beantwortet werden.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass aus einem praktischen Kommunikationsweg schnell ein permanenter Nachrichtenstrom wird.

Buchungskalender: Effizient, aber nicht für jeden der erste Schritt

Terminbuchungstools erfreuen sich großer Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich sparen sie sowohl den Besuchern als auch dir selbst viel Zeit.

Anstatt mehrfach Termine hin und her zu schicken, können Interessenten direkt einen passenden Zeitpunkt auswählen. Der Termin landet automatisch im Kalender und beide Seiten wissen sofort Bescheid.

Allerdings ist nicht jeder Website-Besucher sofort bereit, einen Termin zu buchen.

Viele Menschen möchten zunächst Informationen sammeln, Vertrauen aufbauen und prüfen, ob die Zusammenarbeit überhaupt passt. Wird ihnen direkt ein Kalender präsentiert, kann das schnell Druck erzeugen.

Deshalb funktioniert eine Kombination aus Information, Kontaktmöglichkeit und anschließender Terminbuchung häufig deutlich besser.

Welche Kombination ist die richtige?

Die gute Nachricht lautet: Du musst nicht jede technische Möglichkeit auf deiner Website integrieren.

Deine Website ist kein Schweizer Taschenmesser, das möglichst viele Funktionen enthalten muss. Sie soll Menschen klar führen und ihnen den Weg zur Kontaktaufnahme erleichtern.

Ob Kontaktformular und E-Mail, WhatsApp und FAQ-Bereich oder Formular und Terminbuchung – entscheidend ist, dass die Wege logisch aufgebaut sind und zu deiner Zielgruppe passen.

Stelle dir deshalb folgende Fragen:

  • Wie technikaffin sind meine Kundinnen und Kunden?
  • Möchten sie lieber schreiben oder direkt buchen?
  • Wie persönlich soll der erste Kontakt sein?
  • Wie schnell kann ich realistisch reagieren?

Die Antworten darauf helfen dir dabei, die passende Lösung für dein Business zu finden.

Fazit

Die beste Kontaktmöglichkeit ist die, die genutzt wird

Viele Solo-Selbstständige beschäftigen sich intensiv mit Design, Farben und technischen Funktionen ihrer Website. Dabei wird oft übersehen, dass die Kontaktaufnahme einer der wichtigsten Bereiche überhaupt ist.

Denn am Ende entscheidet nicht die schönste Website über neue Kundinnen und Kunden, sondern die Frage, ob Menschen den Mut und die Möglichkeit haben, mit dir in Kontakt zu treten.

Mach es ihnen deshalb so leicht wie möglich.

Je klarer, einfacher und verständlicher der Weg zu dir ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aus Besuchern echte Anfragen werden.

Und genau dann beginnt die eigentliche Magie deiner Website.

Jede dieser Adressen braucht nach einem Neubau ein neues Ziel. Die Zahl ist eher zu niedrig als zu hoch, weil Seiten auf „nicht indexieren“ in der Sitemap fehlen – für einen ehrlichen ersten Überblick reicht sie trotzdem.

Ein Relaunch ist ein Umzug: Was nimmst du mit?

Ein Relaunch ist kein Designprojekt, sondern ein Umzug, und beim Umzug verlierst du nicht die Möbel, sondern die Post, die du vergessen hast nachsenden zu lassen. Deshalb ist „Womit baue ich?“ immer die zweite Frage, und die erste lautet „Was nehme ich mit?“ – egal, ob du mit einem KI-Baukasten baust oder ob ich das für euch mache. Ob eine Auffrischung reicht oder es wirklich ein Neubau sein muss, habe ich in [Folge 66: Update, Redesign oder gleich Relaunch?] auseinandergeklaubt.

Weißt du, dass du nichts zu verlieren hast, mach gern die Drei-Minuten-Website. Weißt du es nicht, findest du es besser jetzt heraus als im Jahr nach dem Relaunch. Und jetzt bin ich neugierig: Wie viele Adressen hat deine Website, und wie weit lag deine Schätzung vor dem Nachzählen daneben? Meine lag bei 20.

Angelika Stempfle, lächelnd im hellblauen Cardigan

Ich bin Angelika Stempfle, die Marketingfee. Ich baue Websites für Betriebe, die ihr Geschäft im Griff haben und ihre Website nicht. Aus Wien, für Österreich und Deutschland.

Mehr über mich →
Feen-Post

Sowas einmal im Monat per Mail?

Der Newsletter „Muss ich da was machen?“ nimmt sich jeden Monat eine Änderung vor und sagt dir, ob sie dich betrifft.

Zur Anmeldung

Weitere Folgen

Mehr zum Hören

Drei aus dem Thema Texte und KI

Lieber einmal direkt reden?

Im Podcast rede ich allgemein. Im Erstgespräch reden wir über euren Betrieb – und ich sage dir auch, wenn sich gerade etwas nicht rechnet.

Erst einmal nur Feedback zu eurer Seite? Dafür gibt’s den Website-Quickie →

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner