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Sie wird es so wie die Lieblingshose: langsam zu eng

Die Website wird langsamer? Bei Martin waren es fünf Jahre alte Kataloge

Eine Website wird nicht von heute auf morgen langsam. Sie wird langsamer, so wie manche Menschen fülliger werden: unauffällig, über Jahre, bis irgendwann die Hose nicht mehr passt und man sich fragt, warum. Genau das habe ich bei einem Wiener Installationsbetrieb erlebt – und der Kunde wollte eigentlich nur, dass sich endlich jemand um seine Seite kümmert.

Wer lieber liest: Hier steht alles zum Nachlesen, inklusive dem Handgriff, mit dem du in drei Minuten siehst, was auf deiner eigenen Seite so herumliegt.

Martin wollte eigentlich nur, dass sich jemand kümmert

Nennen wir ihn Martin. Installationsbetrieb in Wien, rund zehn Mitarbeiter, super Betrieb, volle Auftragsbücher, alles im Griff. Sein Anliegen war so klein, wie ein Anliegen nur sein kann: jemand, der sich um die Website kümmert. Updates, Sicherungen, das Übliche. Und vor allem wollte er nicht mehr um drei Uhr in der Früh aufstehen, weil irgendwo etwas nicht funktioniert und ihm irgendwer eine Nachricht geschickt hat.

Kein Relaunch. Keine Unzufriedenheit. Keine große Geschichte. Einfach: bitte betreue das.

Und ich sag es ehrlich, das sind meine liebsten Aufträge. Bei einem Relaunch schaust du immer nach vorne. Bei einer Wartung schaust du zum ersten Mal nach hinten: Wer hat da über die Jahre eigentlich was hochgeladen – und was davon brauchst du heute noch?

Warum eine Wartung sehr viel mehr ist als ein paar Updates im Hintergrund, habe ich in Folge 15: Die Wartung deiner Website – mehr als nur Updates ausführlich erklärt. Denn die interessanten Dinge findet man nicht, wenn man sucht. Man findet sie, wenn man aufräumt.

Deine Webseiten-Expertin

Deine Webseiten-Expertin

Mein Name ist Angelika Stempfle und als Unternehmensberaterin für Marketing und Vertrieb sowie Webseiten-Expertin mach ich deine Unternehmens-Website zur besten Mitarbeiterin.

Wünscht du dir eine Mitarbeiterin

• die rund um die Uhr arbeitet und der Du trotzdem keine Überstunden bezahlen musst?
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Dann bist Du bei mir richtig. Es ist an der Zeit, Deine Website in eine wahre Powerfrau zu verwandeln – in Wendy Wonder! Mit einer beeindruckenden und benutzerfreundlichen Website ziehst Du die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden auf Dich und generierst Anfragen.

Lass uns gemeinsam loslegen, damit Du Dich entspannt auf Deine Kunden konzentrieren kannst, ohne auf neue Anfragen verzichten zu müssen. Klingt das nicht nach einem guten Plan?

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Fünf Jahre Produktkataloge, die niemand vermisst hat

Martin stellt seinen Kunden Produktkataloge zum Herunterladen bereit. Grundsätzlich eine richtig gute Idee: Wer wissen will, welche Therme wohin passt oder welche Waschbecken es überhaupt gibt, schaut dort in Ruhe nach.

Nur lief das so: Kam ein neuer Katalog, wurde der neue hochgeladen. Der alte blieb liegen, wo er war. Jedes Jahr. Von irgendwem, der gerade Zugriff hatte.

Aufgefallen ist das keinem, weil man diese Dateien schlicht nicht sieht. Die stehen ja nicht auf der Seite herum. Die liegen im Hintergrund und werden einfach nicht mehr verlinkt.

Stell dir ein Lager vor, in das jedes Jahr neue Ware kommt und aus dem nie etwas rausgeht. Nach fünf Jahren kommst du nicht einmal mehr zur Tür rein.

Und so ein Produktkatalog ist keine kleine Datei: Fotos, technische Zeichnungen, Tabellen, meistens mehrere Dutzend Seiten. Ein einziges Dokument kann so viel Platz brauchen wie ein paar hundert normale Seitenaufrufe. Jetzt rechne das über ein paar Jahre hoch, mit mehreren Herstellern.

Und das kostet dich nicht nur Tempo. Jede einzelne dieser Dateien wandert bei jedem Backup mit. Die Sicherung dauert also länger, sie braucht mehr Platz beim Hoster, und wenn du irgendwann einmal übersiedelst oder eine Sicherung zurückspielen musst, sitzt du deutlich länger davor. Wenn die halbe Sicherungsgröße aus Dateien besteht, die seit Jahren niemand mehr angegriffen hat, zahlst du schlicht für Speicherplatz, den du nicht brauchst.

Das Tückische daran ist, dass es keinem weh tut. Es gibt keinen einzigen Tag, an dem die Seite plötzlich langsam wird. Es wird einfach jedes Jahr ein bisschen zäher, und man gewöhnt sich dran. Bis jemand von draußen draufschaut und sagt: Na, das ist doch nicht normal.

Und dann die Bilder – in Postergröße, fürs Handy

Das Zweite war noch klassischer: Bilder in voller Kameragröße. Direkt vom Handy hochgeladen oder genau so, wie sie vom Lieferanten gekommen sind. Ungeschnitten, unverkleinert.

Das passiert immer dann, wenn mehrere Leute Zugriff haben. Der Chef stellt schnell ein Foto von der Baustelle rein, die Bürokraft lädt ein Produktfoto hoch, und niemand denkt sich etwas dabei.

Das Ergebnis: Deine Besucherin lädt ein Foto in einer Größe herunter, in der sie es ausdrucken und an die Wand hängen könnte. Anschauen will sie es sich aber nur am Handy. In der U-Bahn. Mit zwei Balken Empfang.

Wir haben die Bilder gegen optimierte WebP-Dateien getauscht – ein modernes Bildformat, das bei gleicher Qualität deutlich weniger Platz braucht. Die ganze Erklärung zu WebP und SVG steckt in Folge 40: Logo unscharf, Ladezeit zu lang.

Und das sage ich ohne erhobenen Zeigefinger. Woher soll die Bürokraft denn wissen, dass ein Foto vorher verkleinert gehört? Das sagt ihr ja niemand, das steht auch nirgends. Das ist eine Sache, die man einmal einrichtet, einmal erklärt, und danach passt es.

Und ja, es gibt Plugins, die Bilder nachträglich verkleinern. Die sind nützlich, aber sie sind ein Pflaster und kein Verband: Sie räumen auf, was schon passiert ist, und ändern nichts daran, dass beim nächsten Mal wieder ein Foto direkt aus der Kamera hochgeladen wird. Deshalb gehört zu jedem Aufräumen auch eine kurze Ansage an alle, die Zugriff haben – zwei Sätze, wie ein Bild vorher zu behandeln ist. Das ist unspektakulär und wirkt trotzdem länger als jedes Plugin.

Schnell allein bringt gar nichts, wenn dich niemand findet

Nach dem Aufräumen war die Seite schnell. Wunderbar. Nur: Eine schnelle Seite, die niemand findet, ist eine schnelle Seite, die niemand findet. Punkt.

Also sind wir einen zweiten Schritt gegangen: Ein Teil der Seite wurde neu gestaltet, und die Texte haben wir auf die lokale Suche ausgerichtet. Also darauf, dass jemand in Wien nach genau dieser Leistung sucht und dann bei Martin landet und nicht bei irgendeinem anderen.

Lokal heißt konkret: nicht nur Thermenwartung, sondern Thermenwartung in Wien. Oder noch besser die Bezirke und die Orte im Umland, die seine Leute tatsächlich anfahren.

Und nein, das ist keine traurige Schlagwortliste unten am Seitenende. Das ist ein ganz normaler Satz mitten im Text: „Wir sind in ganz Wien unterwegs und fahren bis Mödling und Klosterneuburg.“ Für einen Menschen liest sich das völlig normal, für Google ist es genau die Information, die es braucht. Wie lokale Suche funktioniert, habe ich in Folge 90: Lokales SEO für Unternehmen von Grund auf durchgespielt.

Die zwei Dinge gehören nämlich zusammen: Tempo ohne guten Text bringt nichts. Guter Text auf einer lahmen Seite bringt auch nichts, weil die Leute längst weg sind, bevor sie überhaupt etwas lesen konnten.

Bei Google Ads zahlst du für das Chaos gleich zweimal

Martin hat zusätzlich Google Ads geschaltet, und da zeigt sich plötzlich, wie alles zusammenhängt.

Du zahlst bei diesen Anzeigen für jeden einzelnen Klick. Lädt deine Seite langsam, springt ein Teil der Leute wieder ab, bevor überhaupt etwas Gescheites zu sehen ist. Klick bezahlt, nichts dafür bekommen. Und wenn dann noch der Text nicht klar sagt, was du machst und wo du es machst, verlierst du auch noch die Übrigen.

Sichtbarkeit kannst du dir kaufen. Die Seite dahinter kannst du dir nicht kaufen.

Und bei Google Ads kommt noch etwas dazu, das viele nicht am Schirm haben: Google bewertet die Seite hinter der Anzeige mit. Ladezeit und die Frage, ob der Text auch wirklich zu dem passt, wonach jemand gesucht hat, fließen in diese Bewertung ein. Eine schlechtere Bewertung heißt, dass du für denselben Platz mehr bezahlst als jemand mit einer sauberen Seite. Deswegen sage ich: doppelt.

Anzeigen sind nämlich nur ein Verstärker. Und ein Verstärker macht alles lauter. Auch das, was nicht funktioniert.

Über 40 Prozent mehr Anfragen – aber nicht über Nacht

Die Anfragen sind gestiegen, und zwar spürbar über das Kontaktformular. Also genau dort, wo Martin und seine Leute sie haben wollten: nach wenigen Monaten über 40 Prozent mehr.

Und weil das leicht untergeht: Das war kein Projekt, das nach einer Woche fertig war. Erst aufräumen. Dann schauen, was das bringt. Dann der nächste Schritt. Total unspektakulär – aber so funktioniert es in der Realität nun einmal.

Was ich an diesem Projekt so mag: Es hat mit einem Wartungsauftrag angefangen. Mit dem kleinsten Auftrag, den man sich vorstellen kann, nicht mit einer großen Strategie und nicht mit einem Riesenbudget. Sondern mit dem Satz: Schau da bitte mal drauf. Das ist oft der beste Anfang, den ein Projekt haben kann.

🪄 Der magische Feen-Tipp

Jetzt zu dir. Der Tipp kostet drei Minuten und du brauchst nichts außer deinem WordPress-Login.

Geh in deine Mediathek, in WordPress findest du die links im Menü unter „Medien“. Dann rechts oben ins Suchfeld, .pdf eintippen, Enter. Und schon siehst du jedes einzelne PDF, das bei dir liegt – egal ob verlinkt oder nicht, egal ob eingebunden oder längst vergessen.

Danach klickst du auf die Spalte „Datum“, damit die ältesten oben stehen, und gehst die Liste einmal durch: noch aktuell, oder kann das weg? Dasselbe machst du mit .doc und .xlsx – dann hast du deinen kompletten Dokumentenbestand vor dir.

Zwei Warnungen dazu, weil beide Wege verlockender aussehen, als sie sind.

Erstens gibt es oben ein Auswahlfeld mit „Dokumente“. Das funktioniert nur, wenn wirklich ausschließlich PDFs bei dir liegen. Sobald andere Dateiarten dazukommen, ist es wertlos.

Zweitens, und das ist das Gefährliche: Im selben Auswahlfeld steht „Nicht verknüpft“. Das klingt, als würde es dir deine ungenutzten Dateien anzeigen. Tut es aber nicht. Bei Divi oder Elementor landen dort massenhaft Dateien, die sehr wohl im Einsatz sind. Bei mir selbst über 160 Stück – hätte ich die blind rausgelöscht, könnte ich meine eigene Seite neu bauen. Für jemanden, der beruflich Webseiten aufräumt, wäre das schon ein bisschen peinlich. Also lösch dort nichts blind, sonst hast du Löcher in der Seite, die dir erst Wochen später auffallen.

Ein wichtiger Zusatz noch: Wenn du etwas löschst, das Google schon gekannt hat, richte gleich eine Weiterleitung ein. Sonst klickt irgendwann jemand auf einen alten Link und landet in einer Fehlermeldung. Wie du deine Mediathek von Anfang an ordentlich anlegst, zeige ich dir in Folge 62: WordPress-Mediathek – räum mal auf.

Eine Website ist kein Möbelstück

Der Kern der ganzen Geschichte in einem Satz: Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt und das dann dasteht. Sie ist ein Raum, in dem sich etwas ansammelt. Und den muss man hin und wieder ausmisten.

Wenn deine Seite schon ein paar Jahre läuft und in der Zeit mehrere Leute etwas hochgeladen haben – oder wenn du selbst hochgeladen hast und gar nicht weißt, ob das so korrekt war: Das ist keine Schande, das passiert sehr vielen. Wichtig ist nur, ob du hinschaust, bevor es dich Anfragen kostet.

Wenn du das lieber auf einmal geklärt haben willst, buch dir ein kostenloses Erstgespräch. Wir schauen uns gemeinsam an, was sich bei dir angesammelt hat und was davon wirklich weg muss. Termin aussuchen, eintragen, fertig.

Und jetzt bin ich neugierig: Was ist bei dir aufgetaucht, als du .pdf in die Mediathek getippt hast? Ich tippe auf mindestens eine Datei, von der du gar nicht mehr wusstest, dass es sie gibt. Schreib mir, was es war – ich sammle solche Fundstücke.

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