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Wenn Google Ads floppen – Warum deine Landingpage schuld ist

So sabotiert deine Landingpage deinen Erfolg

Folge 449 Minuten12. Juni 2025

WEBSEITEN Magie Folge 44 – Strategie und Marketing
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Kennst du das? Du bist solo-selbstständig, hast eine Landingpage gebaut – mühsam, mit viel Herzblut und unzähligen Stunden vor dem Bildschirm. Dann entscheidest du dich für den nächsten Schritt: Du willst endlich Kundinnen gewinnen und setzt auf Google Ads. Klingt logisch, oder? Sichtbarkeit + Werbung = mehr Anfragen. Dummerweise funktioniert die Gleichung nicht immer. Und manchmal liegt der Grund direkt vor deiner Nase: bei deiner Landingpage.

Genau darüber möchte ich heute schreiben. Und zwar nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Aus meinem Alltag als Webdesignerin und Marketingfee. Ich nehme dich mit in eine echte Kundengeschichte, die dir zeigen wird: Manchmal ist ein kompletter Neustart die bessere Entscheidung als ewig weiter an der alten Seite herumzuschrauben.

Der Anfang vom Webseiten-Drama

Ein Kunde kommt zu mir und sagt: "Ich brauch dich nur kurz. Ladezeit optimieren, das war's." Der Grund? Er wollte mit Google Ads durchstarten, hatte aber von seinem Ads-Kollegen eine klare Absage bekommen. O-Ton: "Bei der Performance der Seite mach ich das nicht. Da verbrennen wir nur Budget."

Ziemlich direkt. Aber auch ziemlich richtig.

Ich habe mir also die Seite angeschaut – gebaut mit einem bekannten Baukastensystem. Und was soll ich sagen: Die Ladezeit war schlecht, ja. Aber das war bei weitem nicht das Hauptproblem. Die Seite war überladen, unstrukturiert, hatte keinen erkennbaren roten Faden und null Wiedererkennungswert für die Zielgruppe. Es gab keinen klaren Fokus, keine Leitlinie, keine Nutzerführung.

Kurz: Die Seite war schön gemeint, aber leider völlig wirkungslos.

Warum ich mich geweigert habe, die Seite zu optimieren

Klingt hart, oder? Aber genau das habe ich gemacht. Ich habe dem Kunden gesagt: "Ich reparier dir das nicht. Denn das ist wie ein kaputter Klappstuhl, auf den du ein neues Kissen legst. Sieht vielleicht besser aus, aber wenn sich jemand draufsetzt, bricht er trotzdem zusammen."

Das Problem war nicht nur technisch. Es war strukturell. Und das ist der Moment, in dem viele Solo-Selbstständige einsehen:

Eine Landingpage ist kein Kunstwerk, sondern ein Werkzeug.

Sie muss funktionieren. Sie muss den Besucher führen. Sie muss konvertieren.

Und genau das kann ein Baukastensystem oft nicht leisten.

Baukasten vs. WordPress: Was wirklich zählt

Ja, ich weiß: Baukastensysteme wie Wix, Squarespace oder Jimdo klingen erst mal verlockend. Günstig, einfach zu bedienen, alles sieht erstmal ganz nett aus. Aber wenn du damit ernsthaft Kunden gewinnen willst, stößt du sehr schnell an Grenzen:

  • Du kannst deine Seite nur begrenzt strukturieren
  • Ladezeiten sind oft mies
  • SEO-Maßnahmen sind eingeschränkt oder gar nicht möglich
  • Nutzerführung? Eher Zufall als System
  • Du bist abhängig von der Plattform, Updates und Preisänderungen inklusive

Eine Landingpage, die verkaufen soll, braucht aber mehr:

  1. Klarheit: Was wird hier angeboten und für wen?
  2. Struktur: Wie führe ich die Nutzerin zur Handlung?
  3. Performance: Ladezeit, Responsiveness, technische Sauberkeit
  4. Flexibilität: Anpassungen, A/B-Tests, Weiterentwicklung

All das kannst du mit WordPress realisieren. Und ja, das ist komplexer – aber genau deshalb arbeite ich damit. Weil es meine Kundinnen weiterbringt.

Was wir statt der Optimierung gemacht haben

Ich habe mit dem Kunden eine komplett neue Landingpage aufgesetzt – auf WordPress, logisch. Aber vor allem haben wir gemeinsam Klarheit geschaffen:

  • Was ist sein Angebot wirklich?
  • Wer ist seine Zielgruppe genau?
  • Was soll der Besucher tun?

Erst als das glasklar war, haben wir Inhalte strukturiert, das Design darauf abgestimmt und eine Nutzerführung eingebaut, die funktioniert.

Heute bringt die Seite genau das, was sie soll: Anfragen. Klare Kommunikation. Eine Verbindung zur Zielgruppe.

🪄 Mein magischer Feen-Tipp: Der Kaffeetest

Wenn du jetzt denkst: "Vielleicht sollte ich meine Seite auch mal hinterfragen ..." – dann kommt hier mein absolut praxiserprobter Feen-Tipp:

Mach den Kaffeetest!

Zeig deine Landingpage einer Freundin oder Kollegin. Gib ihr eine Tasse Kaffee. Sag nichts. Beobachte einfach.

Wenn sie innerhalb von 15 Sekunden versteht:

  • Was du anbietest
  • Für wen es ist
  • Was man tun soll (Call to Action)

... dann hast du vieles richtig gemacht.

Wenn sie fragend schaut, rumscrollt oder verwirrt ist, dann hast du ein Strukturproblem. Und das lässt sich nicht mit einem neuen Logo oder schickeren Farben lösen – sondern mit einem Konzept.

Fazit

Wenn du Ads schaltest, braucht deine Seite Power

Landingpages sind keine digitalen Plakate. Sie sind Verkaufstools. Und wie jedes gute Werkzeug muss es gut gemacht, gut gewartet und zielgerichtet eingesetzt werden.

Wenn du mit einer Baukastenseite arbeitest, die du "damals mal schnell selbst gebaut" hast und wunderst dich, warum sie keine Anfragen bringt – dann ist es an der Zeit, genauer hinzuschauen.

Denn bevor du Geld in Werbung steckst, sollte deine Seite bereit sein, auch wirklich zu liefern.

Angelika Stempfle, lächelnd im hellblauen Cardigan

Ich bin Angelika Stempfle, die Marketingfee. Ich baue Websites für Betriebe, die ihr Geschäft im Griff haben und ihre Website nicht. Aus Wien, für Österreich und Deutschland.

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